Da Lagerflächen am Hauptstandort meist knapp sind, werden Übermengen von Artikeln häufig in Außenlager umgelagert. Diese Außenlager haben in Bezug auf die Warenverfügbarkeit den Nachteil, dass sie räumlich vom eigentlichen Auslieferungsstandort entfernt sind. Angeforderte Ware muss erst wieder zurück transportiert werden und benötigt somit einige Zeit, bis sie wieder für die Auslieferung zur Verfügung steht.
Bestenfalls kann der Bedarf über entsprechende Vorberechnungen punktgenau analysiert und der Rücktransfer der benötigten Mengen rechtzeitig als Nachschub in die Wege geleitet werden, so dass die Lieferfähigkeit der Artikel vom Auslieferungsstandort durchgängig jederzeit gewährleistet ist.
Aber das klappt nicht immer. Ein weltpolitisches Ereignis, ein Interview des Autors in den Medien, eine Preisverleihung oder auch nur ein Social Media Beitrag mit entsprechender Reichweite und schon werden die prognostizierten Absätze deutlich übertroffen. Der Bestand am Standort reicht nicht mehr, es wird dringend Ware aus dem Außenlager benötigt.

Für die Kundenbestellungen, die nun eintreffen, bedeutet das in jedem Fall, dass die fraglichen Artikel erst mit zeitlicher Verzögerung geliefert werden können. Bisher gab es zwei Möglichkeiten für die Abwicklung:
- Der Bestand im Außenlager wird mit einer gesonderten Bestandsart geführt. Somit gilt der Bestand für die Faktur als nicht verfügbar. Sofern der Kunde Vormerker wünscht, wird die betroffene Position vorgemerkt. Der Kunde wird entsprechend informiert. Nach Umlagerung wird der Vormerker ausgelöst und die Position nachgeliefert. Für Bestandsabfragen und Lieferbarkeitsinformationen ist diese gesonderte Bestandsart zusätzlich zum 1. Wahl-Bestand auszuwerten.
- Der Bestand im Außenlager wird nicht mit einer gesonderten Bestandsart geführt. Der Bestand ist damit für die Faktur sofort verfügbar. Der Auftrag wird komplett durchfakturiert und an die Logistik übergeben. Hier wartet nun das betroffene Packstück auf den Nachschub. Nach dessen Verbuchung kann das Packstück kommissioniert und geliefert werden.
Mit VAS.5 Release 25.08 ist nun eine neue dritte Option dazu gekommen:
Wie bei Variante zwei wird der Bestand nicht in einer gesonderten Bestandart geführt. Aber über eine neue Konfigurationsmöglichkeit können Abwicklungsorte (Außenlagerstandorte) definiert werden, deren Bestand – obwohl eigentlich verfügbar – als nicht verfügbar von der Faktur betrachtet werden.
Die Positionen werden im Auftrag mit einer speziellen Meldenummer gekennzeichnet und vorgemerkt. Die Vormerkung erfolgt auch für die Kunden, die normalerweise keine Vormerker wünschen. Der Kunde wird informiert, dass die Ware von einem anderen Standort angeliefert werden muss und sich somit eine kurze zeitliche Verzögerung ergibt. Wie bei Variante eins erfolgt dann auch bei dieser Option nach der Umlagerung die Vormerkerauslöse und Auslieferung.
Interesse an der neuen Option? Sprechen Sie Ihren VAS.5-Betreuer an. Wir beraten und unterstützen Sie gerne bei der Einrichtung.